The Complete Guide to Conduction Deafness Hearing Aids

Beste Knochenleitungs-Hörhilfelösungen für gehörlose Menschen, die wirklich funktionieren

Eine Diagnose von Schallleitungsschwerhörigkeit kann sich beängstigend und verwirrend anfühlen. Wenn Schall blockiert wird, bevor er Ihr Innenohr erreicht, klingt alles gedämpft und entfernt. Klare Informationen über funktionierende Lösungen sind oft schwer zu finden. Wir möchten, dass Sie wissen, dass kraftvolle und fortschrittliche Lösungen verfügbar sind. Dieser Leitfaden begleitet Sie durch alle Optionen und hilft Ihnen, den Weg zurück zu klarem Hören zu finden.

Das Hauptproblem bei der Schallleitungsschwerhörigkeit ist, dass der Schall nicht richtig durch Ihr Außenohr oder Mittelohr gelangen kann. Die häufigste Frage, die uns gestellt wird, ist, ob Hörhilfen überhaupt helfen können. Die Antwort lautet ja. Spezielle Hörhilfen wurden speziell für Schallleitungsschwerhörigkeit entwickelt und funktionieren ganz anders als die üblichen Hörgeräte, die Sie vielleicht kennen.

In diesem Leitfaden erfahren Sie:

  • Was Schallleitungsschwerhörigkeit ist und was sie verursacht.
  • Welche Arten von Hörhilfen das Problem umgehen.
  • Die Unterschiede zwischen chirurgischen und nicht-chirurgischen Optionen.
  • Ein Plan, um gemeinsam mit Ihrem Hörspezialisten eine kluge Entscheidung zu treffen.

Was ist Schallleitungsschwerhörigkeit?

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Um zu verstehen, warum bestimmte Hörhilfen am besten funktionieren, müssen Sie zuerst verstehen, wie Ihr Hören normalerweise funktioniert. Dieses Wissen hilft Ihnen, von Verwirrung zu Selbstbewusstsein zu gelangen und eine aktive Rolle in Ihrer Hörversorgung einzunehmen.

Wie Hören normalerweise funktioniert

Meistens geschieht Hören in drei Schritten. Schallwellen werden von Ihrem Außenohr gesammelt und durch den Gehörgang an Ihr Trommelfell geleitet. Das Trommelfell vibriert, wodurch drei kleine Knochen in Ihrem Mittelohr in Bewegung gesetzt werden. Diese Knochen übertragen die Schallvibrationen an Ihr Innenohr (die Cochlea), das mit Flüssigkeit gefüllt ist. Die Cochlea verwandelt diese Vibrationen in elektrische Signale und sendet sie an Ihr Gehirn. Man kann es sich wie eine klare Straße vorstellen, auf der der Schall reist.

Die "Blockade"

Bei Schallleitungsschwerhörigkeit gibt es irgendwo im Außenohr oder Mittelohr eine physische Blockade oder Schädigung. Diese "Blockade" verhindert, dass Schall Ihr völlig gesundes Innenohr erreicht. Ihre Cochlea ist bereit und in der Lage, Schall zu verarbeiten, aber der Schall wird reduziert oder gestoppt, bevor er dort ankommt. Es ist, als wäre auf einer Autobahn ein Tunnel blockiert – der Verkehr (Schall) kann nicht dorthin gelangen, wo er hin muss. Das Ergebnis ist, dass alles gedämpft klingt, als ob Sie einem Lautsprecher aus einem anderen Raum zuhören.

Häufige Ursachen

Schallleitungsschwerhörigkeit kann durch viele unterschiedliche Probleme entstehen, einige vorübergehend, andere dauerhaft. Zu verstehen, was die Ursache bei Ihnen ist, ist ein wichtiger Schritt, um die richtige Lösung zu finden.

  • Lang anhaltende Mittelohrentzündungen (Otitis media), besonders mit Flüssigkeitsansammlungen. Langzeit-Otitis media ist weltweit eine der Hauptursachen für Hörverlust, besonders bei Kindern (Quelle: Weltgesundheitsorganisation).
  • Otosklerose, eine Erkrankung, bei der einer der kleinen Knochen im Mittelohr festwächst und nicht richtig vibrieren kann.
  • Riss oder Schädigung des Trommelfells.
  • Geburtsfehler des Außenohrs oder Mittelohrs, wie Atresie (fehlender Gehörgang) oder Mikroti (unterentwickeltes Außenohr).
  • Verklebtes Ohrenschmalz oder ein Fremdkörper im Gehörgang.
  • Gutartige Tumore oder Wucherungen im Mittelohr.

Begrenzungen traditioneller Hörhilfen

Wenn Menschen zum ersten Mal erfahren, dass sie einen Hörverlust haben, denken viele an herkömmliche Hörgeräte. Für Schallleitungsschwerhörigkeit funktionieren diese Geräte jedoch oft nicht gut, und es ist wichtig zu verstehen, warum, damit Sie keine Zeit mit einer Lösung verschwenden, die nicht hilft.

Das Problem der Verstärkung

Ein herkömmliches Hörgerät, wie ein Im-Gehörgang (ITC) oder Receiver-in-Canal (RIC) Modell, funktioniert, indem es den Schall lauter macht und durch den Gehörgang zum Trommelfell sendet. Das Ziel ist, das Tonsignal so zu verstärken, dass das Hörproblem ausgeglichen wird.

Für Menschen mit Schallleitungsschwerhörigkeit hat dieser Ansatz einen grundlegenden Nachteil. Wenn Ihr Mittelohr blockiert, beschädigt oder mechanisch nicht in der Lage ist, Schall zu übertragen, ist es oft nicht genug, den Schall einfach lauter zu machen, um ihn durchzudrücken. In manchen Fällen kann die dafür nötige extrem hohe Lautstärke unangenehm sein, Verzerrungen verursachen oder keinen echten Nutzen bringen. Es ist, als ob man versucht, durch eine geschlossene Tür zu schreien, anstatt einen anderen Weg zu finden.

Die Lösung: Knochenleitung

Die effektivste Lösung bei Schallleitungsschwerhörigkeit versucht nicht, den Schall durch den beschädigten Bereich zu zwingen. Stattdessen umgeht sie Außenohr und Mittelohr völlig und nutzt ein erstaunliches Prinzip: die Knochenleitung.

Die Blockade umgehen

Knochenleitung nutzt Ihre natürliche Fähigkeit, Schall als Vibrationen über die Knochen des Schädels zu übertragen. Falls Sie schon einmal die tiefen Bässe eines Lautsprechers durch Ihre Brust spüren konnten, haben Sie das erlebt. Ein Knochenleitungs-Hörgerät macht genau das, aber präzise, indem es den Schall direkt an Ihr gesundes Innenohr weiterleitet.

Der Ablauf Schritt für Schritt

Die Technologie ist fortschrittlich, aber der Prozess ist einfach und elegant.

  1. Ein kleiner externer Soundprozessor, der hinter Ihrem Ohr getragen wird, nimmt den Umgebungsgeräuschen mit Mikrofonen auf.
  2. Der Prozessor wandelt diese Audiosignale geschickt in sanfte Vibrationen um.
  3. Diese Vibrationen werden über den Prozessor an Ihren Schädel weitergegeben, üblicherweise durch den kräftigen Warzenfortsatzknochen direkt hinter Ihrem Ohr.

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  1. Die Vibrationen reisen durch den Knochen direkt zur Cochlea (Innenohr) und umgehen vollständig das nicht funktionierende Außen- und Mittelohr. Ihr Innenohr nimmt diese Vibrationen genauso auf, wie es vom Mittelohr gewöhnt ist, und Sie hören klaren, natürlichen Schall.

Ihre Optionen entdecken

Sobald Sie verstanden haben, wie Knochenleitung funktioniert, ist der nächste Schritt, die Geräte kennenzulernen, die diese Technologie nutzen. Die Hauptwahl besteht zwischen chirurgischen und nicht-chirurgischen Systemen, die jeweils klare Vorteile bieten.

Option 1: Chirurgische Systeme

Diese werden oft als Knochenverankerte Hörsysteme (BAHS) oder Knochenverankerte Hörhilfen (BAHA) bezeichnet. Diese Lösung erfordert einen kleinen chirurgischen Eingriff, um ein kleines Titanimplantat in den Knochen hinter Ihrem Ohr einzusetzen.

  • Was sie sind: Das Implantat, meist 3-4 mm lang, wächst in den Knochen ein und wird so zu einem dauerhaften, stabilen Befestigungspunkt. Ein abnehmbarer Soundprozessor wird dann mit diesem Implantat verbunden. Die Verbindung erfolgt entweder über einen kleinen Stift (Abutment), der durch die Haut geht, oder über eine magnetische Verbindung, bei der Implantat und Prozessor Magnete enthalten.
  • Wichtige Marken: Marktführer sind Cochlear™ mit der Baha®-Reihe und Oticon Medical mit den Ponto™-Systemen.
  • Vorteile: Diese Methode bietet die direkteste und effizienteste Schallübertragung, da die Vibrationen direkt vom Prozessor auf den Knochen übertragen werden. Da nichts auf die Haut drückt, werden sie allgemein als sehr angenehm für den ganztägigen Gebrauch empfunden. Der Prozessor ist klein und kann leicht vom Haar verdeckt werden.
  • Nachteile: Es ist ein routinemäßiger, aber dennoch chirurgischer Eingriff nötig. Systeme mit Abutment erfordern eine tägliche einfache Reinigung, um die Haut um den Stift sauber zu halten. Die Kosten können ebenfalls ein wichtiger Faktor sein, den Sie mit Ihrer Versicherung klären sollten.

Option 2: Nicht-chirurgische Geräte

Nicht-chirurgische Knochenleitungsgeräte nutzen dieselbe Schallverarbeitungstechnologie, benötigen jedoch kein Implantat. Stattdessen wird der Prozessor auf andere Weise fest gegen den Warzenfortsatzknochen gedrückt.

  • Was sie sind: Die üblichste Methode ist ein Kopfbügel, entweder ein weiches, dehnbares Band (Softband) oder ein etwas stabilerer, härterer Bügel. Der Soundprozessor wird auf eine Kunststoffplatte am Bügel geklickt, die dann gegen die Haut über dem Knochen drückt. Eine weitere Option ist ein Klebeadapter, bei dem täglich ein haftendes Pad hinter dem Ohr auf die Haut geklebt wird, an dem der Prozessor befestigt wird.
  • Für wen sie geeignet sind: Diese Lösung ist hervorragend für kleine Kinder geeignet, deren Schädel noch nicht dick genug für ein Implantat sind. Auch für Erwachsene, die aus medizinischen Gründen nicht operiert werden können, keine Operation wünschen oder die Knochenleitung erst testen möchten, bevor sie sich für ein Implantat entscheiden.
  • Vorteile: Der offensichtlichste Vorteil ist, dass keine Operation erforderlich ist. Sie können direkt angepasst werden und sofort die Vorteile erleben.
  • Nachteile: Der größte Kompromiss liegt bei Komfort und Konstanz. Ein Kopfbügel muss fest genug sitzen, um eine gute Übertragung der Vibrationen zu gewährleisten, was über den Tag Druckstellen, Kopfschmerzen oder Hautreizungen verursachen kann. Nach unserer Erfahrung berichten Nutzer oft, den „richtigen Druck“ erst finden zu müssen. Der Klebeadapter, wie der Med-El ADHEAR, bietet eine Alternative ohne Druck durch ein Band, was viele als angenehmer empfinden. Allerdings kann die Haftung bei starker Bewegung oder feuchtem Wetter problematisch sein, und die Kosten für die Klebepads summieren sich auf Dauer. Ein Kopfbügel ist zudem sichtbarer, was für manche Nutzer ein wichtiger Faktor sein kann.

Option 3: Leistungsstarke Hinter-dem-Ohr (BTE) Hörhilfen

In bestimmten Fällen kann auch ein herkömmliches Hörgerät eine praktikable Lösung sein.

  • Wann sie funktionieren können: Für Menschen mit sehr leichter Schallleitungsschwerhörigkeit kann eine leistungsstarke Hinter-dem-Ohr (BTE) Hörhilfe ausreichend Verstärkung bieten. Diese wird mit einer maßgefertigten Otoplastik kombiniert, die den Gehörgang vollständig abdichtet, um den Schalldruck am Trommelfell zu maximieren.
  • Wichtiger Hinweis: Dies ist nicht die Haupt- oder häufigste Lösung bei ausgeprägter Schallleitungsschwerhörigkeit. Die Wirksamkeit hängt stark vom genauen Grad und der Ursache des Hörverlusts ab. Ein Audiologe sollte dies nach einer gründlichen Untersuchung feststellen.

Ein Entscheidungsrahmen

Bei mehreren verfügbaren Optionen kann die Wahl überwältigend wirken. Dieser Rahmen soll Ihnen helfen, Ihre Gedanken zu ordnen und ein konstruktives Gespräch mit Ihrem Audiologen zu führen.

Vergleich Ihrer Optionen

Merkmal Knochenverankertes System (chirurgisch) Nicht-chirurgisches Gerät (Kopfbügel/Klebeverschluss)
Klangqualität Ausgezeichnet. Die direkte Verbindung vom Knochen zum Implantat ist sehr effizient. Gut bis sehr gut. Der Schall muss die Haut durchdringen, was zu leichter Dämpfung führt.
Invasivität Erfordert einen kleinen, routinemäßigen ambulanten chirurgischen Eingriff. Völlig nicht-invasiv.
Tragekomfort im Alltag Hoch. Kein Druck auf die Haut. Der Prozessor ist leicht. Variabel. Kopfbänder können Druck verursachen. Klebeverschlüsse vermeiden Druck, können aber die Haut reizen.
Ästhetik Diskret. Der Prozessor ist klein und leicht von den Haaren verdeckt. Weniger diskret. Kopfbänder sind oft sichtbar.
Wartung Tägliche Reinigung der Haut um den Steg (falls vorhanden). Einfache Reinigung des Prozessors und Kopfbands oder täglicher Wechsel des Klebeverschlusses.
Probezeit Eine Probe wird immer zuerst mit einem nicht-chirurgischen Kopfbügel durchgeführt. Das Gerät selbst ist die Probe. Kann sofort in der Klinik getestet werden.
Am besten geeignet für Personen, die eine dauerhafte, stabile und sehr effiziente langfristige Lösung suchen. Kinder, Personen, die keinen chirurgischen Eingriff wünschen oder können, oder als erforderliche Probe vor einer Operation.

Wichtige Leitfragen

Nutzen Sie diese Fragen, um über Ihre eigenen Bedürfnisse nachzudenken und das Gespräch mit Ihrer Hörfachkraft zu leiten.

  • Lebensstil: Wie aktiv sind Sie? Treiben Sie Sport, bei dem ein Kopfbügel stören oder ein Prozessor abfallen könnte? Tragen Sie regelmäßig Brillen, Hüte oder Helme, die die Platzierung eines Kopfbands oder Prozessors beeinflussen könnten?
  • Medizinisch: Wurde bei Ihnen eine medizinische Eignung für eine Operation bestätigt? Haben Sie Hauterkrankungen oder -empfindlichkeiten, die ein Kopfbügel oder Klebeverschluss problematisch machen könnten?
  • Persönliche Präferenz: Wie stehen Sie zu einem kleinen chirurgischen Eingriff? Wie wichtig sind Ihnen Aussehen und Diskretion? Fühlen Sie sich wohl mit der täglichen Reinigung der Abutment-Stelle oder dem Auftragen eines Klebeverschlusses?
  • Finanziell: Wie hoch ist Ihr Budget für das Gerät und die möglichen Prozeduren? Welcher Anteil der Kosten wird von Ihrer Krankenversicherung übernommen? Eine Vorabgenehmigung durch Ihren Versicherer ist sehr wichtig.

Ihr Weg zum Hören

Sie haben den wichtigsten Schritt getan, indem Sie sich informieren. Das Verständnis Ihrer Optionen ist der Schlüssel, um mit Zuversicht voranzukommen.

Zusammenfassung Ihrer Optionen

Für die überwiegende Mehrheit der gehörlosen oder schwerhörigen Menschen mit Schallleitungsverlust sind Knochenleitungs-Hörhilfen der Goldstandard. Sie sind speziell dafür entwickelt, das eigentliche Problem zu umgehen. Die Wahl zwischen einem chirurgischen knochenverankerten System und einem nicht-chirurgischen Gerät ist eine persönliche Entscheidung, die von den genannten Faktoren abhängt – Lebensstil, medizinische Vorgeschichte, Komfort und eine umfassende Beratung durch Ihren Spezialisten.

Gehen Sie den nächsten Schritt

Information ist Macht, aber der nächste Schritt erfordert professionelle Unterstützung. Die wichtigste Handlung, die Sie jetzt unternehmen können, ist, einen Beratungstermin bei einem Audiologen oder einem Hals-Nasen-Ohren-(HNO)-Facharzt zu vereinbaren, der auf Hörimplantate spezialisiert ist. Dort wird eine umfassende Untersuchung durchgeführt, Ihre Eignung für jede Option bestätigt und eine persönliche Empfehlung gegeben, die auf Ihre individuelle Anatomie und Ihre Hörbedürfnisse abgestimmt ist. Sie sind auf diesem Weg nicht allein, und es gibt wirksame Unterstützung, die Sie mit den Klängen Ihres Lebens wieder verbindet.

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